Offene ASKÖ-Meisterschaft 2020

Schwerpunktregatten werden nicht so häufig auf der Neuen Donau ausgetragen. Diesmal wurde im Rahmen der ASKÖ-Meisterschaft auch eine Schwerpunktregastta der Piraten durchgeführt.

Die Boote der ASKÖ-Meisterschaft bei der 1. Wettfahrt

Dieter hat einen Bericht für das Piraten-Jahrbuch geschrieben, den ich hier auch publizieren möchte:

2020 war ein sehr turbulentes Jahr. Da in diesem Jahr viele Regatten abgesagt werden mussten, fand erst am 3. Oktober die 3. Pirat-Regatta in diesem Jahr statt. Zur Not wurde diese gemeinsam mit der Offenen ASKÖ-Meisterschaft beim SAF ausgetragen.

Zwei Piraten der Pirat Schwerpunktregatta
Bei dieser Yardstickregatta waren 10 Boote am Start - davon vier Piraten.

Die Wettfahrtleitung beim Wind messen
Eigentlich waren 4 Wettfahrten geplant. Aber es blieb nur bei einer. Denn der Wind hätte locker für alle in diesem Jahr stattgefundenen Pirat-Regatten gereicht.

Der Start war genau um 12 Uhr. Manche Starter wunderten sich, warum sie plötzlich (auf dem Pin-End der Startlinie) ein Signal hörten. Und warum dieses nicht aufhörte. Genau um 12 Uhr war auch der alljährliche Probealarm in Wien. Die Uhr des Wettfahrtleiters ging sehr genau.

Claudia und Dieter im Pirat AUT 52
Gleich nach dem Start hatten wir (Claudia und ich - AUT 52) einen Steher und haben die Wettfahrt quasi als letzte begonnen.

Gekenterte Laser Auf dem Weg zur ersten Luv haben wir schon einige Laser überholt (alle mit einem Segel eine Nummer kleiner als üblich) - bei manchen sind wir aufgrund deren Kenterung einfach vorbeigefahren. Kurz vor der ersten Luv sagte ich zu Claudia "Den Spi lassen wir lieber herunten". Erst als wir die Luv-Boje gerundet hatten ist mir aufgefallen, dass ich keine bunten Spis vor mir sehe. Das lag aber keineswegs daran, dass wir der erste Pirat waren. Vielmehr lag es daran, dass viel zu viel Wind war sodass keiner mit einem Spi fahren wollte. Ich nehme an, dass bis zu dieser Zeit die stärkste Bö nur 20 Knoten hatte.

Bernhard und Linda im Piraten
Vorallem bei der dritten und letzten Runde matchten wir uns mit Bernhard und Linda Sterf (AUT 12).

Matthias und Manuela (AUT 503)
Zu diesen Zeitpunkt waren Matthias und Manuela (AUT 503) auf und davon und hatten einen bequemen Vorsprung von etwa einer halben Runde.

Der Wind-Graph der Wetterstation des Segelzentrums. Er zeigt mehr als 30 kn in der Spitzenbö
Beim dritten Vorwind kamen wir auch ohne Spi locker ins Gleiten - ich glaube, dass da die stärksten Böen 30 Knoten hatten (gemessen an der Wetterstation beim Clubgebäude). Wir umrundeten die Lee knapp vor AUT 12 und kämpften uns die Zielkreuz rauf.

Wendeduell der Piraten Taktisches Segeln war da auf keinen Fall mehr möglich. Es ging eigentlich nur darum, beim Wenden möglichst wenig Geschwindigkeit zu verlieren und eine Kenterung zu vermeiden. Letzens Endes kam AUT 12 besser als wir mit diesen Bedingungen zurecht und hatte etwa eine halbe Sekunde vor uns die Ziellinie überquert.

Signalflagge AP - Startverschiebung
Wieder an Land haben wir die Segel geborgen und gewartet. Normalerweise wartet man an Land darauf, dass Wind aufkommt. Wir haben aber darauf gewartet, dass weniger Wind weht. Nachdem nach einer Stunde real und auch den Prognosen nach keine Besserung in Sicht war, hat der Wettfahrtleiter auf weitere Starts verzichtet und die Regatta beendet.

An dieser Stelle möchte ich auch eine Aussage des Wettfahrtleiters (der selbst auch schon an vielen internationalen Laser-Regatten teilgenommen hat) erwähnen: "Ich sehe mich als Dienstleister.[...]". Leider habe ich den Eindruck, dass sehr viele Wettfahrtleiter das nicht so sehen, sondern auf Biegen und Brechen eine Wettfahrt - auch wenn der Wind sehr stark nachlässt - durchbringen wollen.

Vielen Dank an Dieter für diesen ausführlichen Bericht und an Krystian für seine genialen Fotos.

Die vollständige Ergebnisliste finden Sie hier.

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