Laser Master Weltmeisterschaft Split 2017

Am Ende des Segeljahres sind es die Alten, oder schöner gesagt die Masters, die nach Split gekommen sind, um ihre Meister zu krönen.

Mehr als 350 Laser Segler aller Altersstufen, von 35 bis 80, aus über 30 Nationen und 5 Kontinenten
sind mit von der Partie.
Für den SAF sind 3 Segler dabei: Helga, Werner und Jörg.

Eröffnung mit Gesang. Ganz Split steht im Zeichen der Master-Segler, die die Stars der Laser Standard WM abgelöst haben.

Langsamer Beginn. 2 Flautentage fesseln die Oldies an Land und verurteilen sie zur Untätigkeit.

Ein Bilderrätsel: was ist auf diesem Bild zu sehen.
Hinweis: die Segler haben das die letzten 2 Tage gesehen.
Auflösung:

  • die Flaggenreihe links: Laserflagge über Signalflagge "A" und "G". Bedeutet: die Laser Standard Fleet, die auf Bahn A segelt, darf nicht auslaufen
  • die Flaggenreihe rechts: Laser Radial über den Signalflaggen "B" und "G". Bedeutet: die Radial Fleet, die auf Bahn B segelt, darf auch nicht auslaufen.
  • Mitte: "L": eine Benachrichtigung am schwarzen Brett. Dort steht dann der Zeitpunkt des nächsten Stsrtversuches. Am 2. Tag wurden diese Flaggen bereits zu Mittag gesetzt.

Zeit genug, um die nassen Segelklamotten vom Training zu trocknen.

Am 3. Tag gehts endlich los. Die "G" wird gestrichen. Die Segler dürfen raus, die WM beginnt. Mit leichtem Wind und Kabbelwelle. Klingt einfach, ist aber gar nicht so leicht zu segeln.

3 Wettfahrten am 3. Tag, 2 am 4. und eine am 5. Wettkampftag. Alle bei leichtem, thermischen Nordwestwind, der meist so gegen 14 Uhr einsetzt.
Der vorletzte Tag beschert uns noch einen unplanmäßigen Ruhetag. Auch der letzte Tag beginnt nicht erfolgversprechend. Viele Segler reisen schon ab, die verbliebenen werden hinausgeschickt. Es folgen einige erfolglose Startversuche, die alle wegen mangelndem Windes wieder abgebrochen werden müssen. Kurz vor Erreichen der letzten Startmöglichkeit baut sich aber doch noch eine stabile Thermik mit über 12 Knoten auf und beschert allen, die geblieben sind, die wahrscheinlich schönste Wettfahrt der Serie. Die SAF Segler können alle an diesem Tag ihr bestes Ergebnis einfahren.

Fazit: eine Schwachwind-WM hat immer ihre eigenen Gesetze. Fast wie im Skifahren. Während es in Kitzbühel, wenn der Hang steil und die Piste eisig ist, nur eine Handvoll Sieganwärter gibt, schaut die Situation bei flacher Piste und weichem Schnee schon ganz anders aus. Den Kroaten Tonci Stepanovic, Silbermedaillengewinner von Rio, hat es bei der Standard WM erwischt. Vor der WM in seinem Heimatrevier als Top Favorit gehandelt musste er sich dann mit einem Platz im geschlagenen Feld begnügen. Martin Lehner, einer der besten österreichischen Laser Segler und 3. der Master-EM im Vorjahr auf Hvar, war mit großen Ambitionen nach Split gekommen. Bei starkem Wind, wie er in Split durchaus zu erwarten war, wäre schon einiges möglich gewesen. So blieb leider auch bei ihm der Erfolg weit hinter den Erwartungen zurück.
Fazit 2: wie schauts aus aus Sicht des SAF? Eine EM und noch mehr eine WM wird auf deutlich höherem Niveau gesegelt als ein Europacup oder die Regatten in Österreich. Ist man im Europacup nicht in der Spitzengruppe mit dabei, ist ein Platz im ersten Drittel bei einer WM kaum möglich. In diesem Sinne war also für keinen der SAF Segler ein Spitzenplatz zu erwarten. Nimmt man aber die Erfahrung, die wir durch das Segeln in einem großen, internationalen Feld gewonnen haben, als Maß, so kann man diese WM sicherlich als großen Erfolg verbuchen. Die Fahrt geht weiter, vielleicht zur nächsten WM 2018 in Dublin.

Wir sind nächste Woche am Attersee, bei der Wiederholung der Jugend Staatsmeisterschaft im Laser Radial.

Bilder der Laser Master WM finden sie hier und hier, ein super Bild von Helga hier.

Die vollständigen Ergebnisliste sind hier zu finden.

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