Laser Master EM auf Hvar

Ungewöhnlich spät, vom 22. bis zum 28.10.2016, wurde in diesem Jahr die Laser Master EM auf Hvar (Kroatien) angesetzt.

Da hofft man natürlich auf spätsommerliche Herbsttage mit angenehmen Winden. Mit Schaudern denkt man aber auch zurück an kroatische Meisterschaften, bei denen die Bora über den tief verschneiten Velebit gefegt ist und wir bei 6 Grad Lufttemperatur versucht haben, zu intensiven Wasserkontakt zu vermeiden.

Mit von der Partie sind heuer 3 SAF Mitglieder: Helga, Werner und ich.

Do, 20.10.

Ankunft mit der Fähre in Starigrad. Von hier sind es nur noch 15 km bis Hvar.

Blick von der Terrasse unseres Appartements auf die Bucht vor Hvar. Hier sollen die Wettkämpfe ausgetragen werden.

Fr, 21.10.

Am Vormittag steht die Bootsvermessung auf dem Programm.

Bei Helgas Ruderkopf wird eine Beilagscheibe entdeckt, die einen halben Zentimeter zu groß war, Werner hat Probleme mit einem zu wenig wasserdichten Klebestreifen an seinem Mastoberteil. Beides kann aber problemlos behoben werden.

Am Nachmittag gehts raus zu einer Trainingsrunde mit Seglerinnen aus Deutschland und Kanada. Wenig Wind, unangenehme, unregelmäßige Welle. Wir stellen fest: die sind verdammt schnell, diese Mädels.
Beim Zurückfahren entdecken wir 2 Windhosen ganz in unserer Nähe. Eine davon reicht bis zum Wasser hinab und wirbelt eine Wasserfontäne bis ca 20m Höhe auf.
Das erste Mal, dass ich so was aus so unmittelbarer Nähe erlebe. Als sie sich uns dann weiter näheren suchen wir fluchtartig das Ufer auf. Zu schade, dass wir hier keinen Fotoapparat mit dabei hatten.

Sa, 22.10.

"I decleare the Laser Master European Championships opened". Mit diesen Worten, begleitet von einem kroatischen Männerchor, wurde am Hauptplatz von Hvar die Laser EM feierlich eröffnet.

Davor stand noch das Practice Race, die offizielle Generalprobe, auf dem Programm. Wenig Wind (6 bis 8 kn), dafür aber Kabbelwelle und eine kräftige Strömung stellten unsere Nerven auf eine harte Probe. Und spülte einige Favoriten sowie fast das gesamte österreichische Team an das Ende des Feldes. "Hätte man die 10 letzten erschossen", meine ein total frustrierter Martin Lehner (mehrmaliger Europa- und österreichischer Meister), "hätte man 7 Österreicher erwischt".

So, 23.10. und Mo, 24.10.

Jugo mit 10 bis 15 kn, Tageshöchsttemperatur um die 20 Grad, Welle 30 bis 50 cm, warmes Wasser. Da macht Segeln so richtig Spass. Auch, wenn man auf der Kreuz nicht ganz so schnell ist wie die meisten anderen. Oder bei einem der Startversuche wegen Frühstarts disqualifiziert wird. Oder eine Boje verpasst. Dafür macht Werner seine Sache gut und kann ein paar gute Plätze herausfahren.

Di, 25.10.

Ein verdorbenes Segleressen hat einen Großteil des Starterfeldes die ganze Nacht auf die Toilette verbannt.
Gesegelt wurde heute auf der Innenbahn. 8 bis 12 kn aus SO, wenig Welle, fast wie am Neusiedlersee.

Mi, 26.10.

Heute segeln wir wieder auf der Innenbahn, bei ca 8 bis 10 kn aus NO. Helga und Werner können heute ihre besten Wettfahrergebnisse einfahren.

Do, 27.10.

Die Wetterprognose sagt 25 kn und mehr aus NO voraus. Da auf der Außenbahn über 30 kn und auf der Innenbahn Drehr von mehr als 60 Grad gemessen wurden wird der Start einmal um eine Stunde verschoben. Auslaufen dann um 12 Uhr zu 2 Wettfahrten unter "Buschwind" - Bedienungen. Helga fährt famos, nur Kenterungen auf dem letzten Halbwind verhindern eine Platzierung um Platz 30.

Christoph holt zum letzten Mal sein Boot aus dem Wasser. Er wird bester österreichischer Radial-Segler.

Am Abend Siegerehrung. Die einzige Medaille aus österreichischer Sicht holt Martin (MartL) Lehner mit einem 2. Platz bei den Masters. Helga wird 2. österreichisches Boot bei den Radials.

Fr, 28.10.

Nach einem Training am Nachmittag fahren wir nach Mirla, einem Nachbarort von Hvar. Der Ort wirkt wie ausgestorben. Im einzigen noch offen Lokal wird nur mehr für die Erntehelfer der Olivenernte gekocht. Der Besitzer des Nachbarhauses zeigt uns seinen kleinen Weinkeller, im nächsten Haus sehen wir eine Verarbeitungsanlage für Oliven.
Überall wird uns Schnaps oder Wein kredenzt. Wir sind froh, dass wir nur 3 Häuser besucht haben. Sonst wären wir total besoffen in Hvar angekommen :-)

Sa, 29.10.

Heute kaum Wind und die provisorischen Sliprampen sind auch schon abgebaut. Daher kein Training mehr.

Auf dem Heimweg zur Fähre besichtigen wir noch eine der modernsten Olivenpressen der Insel. Hier wird ein Großteil des heimischen Olivenöls hergestellt.

Um 17:30 geht die Fähre ab nach Split und der lange Weg zurück nach Wien beginnt.

Weitere Infos

Die gesamten Ergebnisse der Laser Master EM findet man unter http://lasereuropeanmasters16.com/en/results.

Weitere Fotos auf

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