Eine bayrische 8

Letztens hat Frank (der Chef) von Clown Sails eine große Lieferung von Segeln (hauptsächlich für Pirat) nach Wien gebracht.
Er selbst ist in Hamburg zu Hause - das ist für die nachfolgende Geschichte wichtig.
Nach der Übergabe hat er einiges über das Segel machen sowie über Segeltrimm erklärt. Dabei hat er auch einen Schwank aus seinem Segelleben erzählt.

Es war einmal bei einer deutschen Meisterschaft am Bodensee. Es gab schon einige Tage hintereinander nur schwachen Wind. Er hat sich gewundert, woher die ganzen Ölgemälde in den dortigen Segelvereinen kamen. Auf diesen waren Boote ohne Masten, zerfetzte Segeln und ein gewaltiger Sturm am Bodensee zu sehen. Er fragte laut, wer denn das Original gemalt hat und ob es überhaupt eine reale Vorlage dafür gäbe.

Ein Einheimischer erzählte ihm, dass morgen wieder das Wetter günstig für einen starken Wind bzw. Sturm ist. Es wird aufklaren, die Alpen werden zum Greifen nah erscheinen und er sagte zu ihm "Schau auf keinen Fall nach Luv."
Frank fragte "Warum?"
Die Antwort war "Dann ertrinkst du."

Am nächsten Tag war das Wetter wirklich anders. Es hat aufgerissen, die Wolken waren weg und die Alpen erschienen wirklich näher.
Beim Auslaufen sagte Frank zu seiner Crew "Vorsicht! Immer flach atmen und nicht nach Luv schauen."

Es war ein guter Segeltag mit viel Wind. Etwa 8 Beaufort. Bayrische 8 Beaufort. Also reale 4 Beaufort.

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